Was Banken beim Zinshaus prüfen
Anders als bei der Eigenheimfinanzierung zählt beim Zinshaus der Ertrag: Banken beleihen den Ertragswert, nicht den Kaufpreis, und prüfen, ob der Reinertrag den Schuldendienst deckt (Debt Service Coverage). Üblich sind Beleihungen von 60 bis 75 % des Ertragswerts; das restliche Eigenkapital plus Nebenkosten (rund 10 %) muss vorhanden sein. Altmietverträge, Leerstand und Sanierungsstau senken den Beleihungswert — ein sauberes Gutachten hebt ihn.
Zinsbindung, Laufzeit, Struktur
Zinshausfinanzierungen laufen typischerweise 20 bis 30 Jahre; fixe Zinsbindungen über 10 bis 20 Jahre sind seit 2024 wieder attraktiv geworden, variable Varianten mit Cap bleiben eine Option für Investor:innen, die sanieren und nachvermieten. Die Struktur (Privatvermögen, Personengesellschaft, GmbH) beeinflusst Steuer und Haftung — und die Bankbonität. Die KIM-Verordnung, die bis Mitte 2025 Eigenmittel- und Schuldendienstquoten vorgab, ist ausgelaufen; Banken wenden ihre Kriterien jetzt intern an, im Kern ähnlich streng.
Der Vergleich über rund 100 Banken
Über die Finanzierungspartner der IMMOXX-Gruppe werden Konditionen von rund 100 Banken verglichen — Regionalbanken in Graz und Kärnten, Großbanken, Bausparkassen. Käufer:innen bekommen vor der Verhandlung eine Finanzierungseinschätzung auf Basis des Zinshausgutachtens; Verkäufer:innen bekommen Käufer:innen, deren Finanzierung vorgeprüft ist. Das verkürzt Transaktionen und verhindert geplatzte Deals.

